Der Bundestagsabgeordnete und außenpolitische Sprecher der AfD, Markus Frohnmaier, erklärte, der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz solle den russischen Präsidenten Wladimir Putin anrufen.
"Der letzte deutsche Kanzler, der mit Herrn Putin telefoniert hat, war Herr Scholz. Ich würde von Friedrich Merz als deutschem Bundeskanzler erwarten, dass er auch das Gespräch sucht", sagte er in einem Podcast gegenüber dem Bild-Journalisten Paul Ronzheimer.
Bezug nehmend auf ein von westlichen Medien und dem politischen Establishment aktuell kolportiertes Narrativ, wonach die Ukraine derzeit im Krieg massive Erfolge gegen Russland erziele, erklärte Frohnmaier gegenüber Ronzheimer, man solle das Momentum der Ukraine in diesem Konflikt nutzen, um in Verhandlungen zu treten.
Zugleich erklärte er, er sehe nicht, dass Russland in den nächsten Monaten oder Jahren die Fähigkeiten entwickle, um "irgendwie vor Berlin zu stehen". Frohnmaier sieht dennoch die Gefahr einer Eskalation, da die aggressive Rhetorik in der EU und in Deutschland einen Krieg zwischen Russland und den europäischen Staaten heraufbeschwören könne.
Zudem betonte er – seinem Gesprächspartner Ronzheimer widersprechend –, dass seiner Ansicht nach ein russisches Interesse an einer Friedenslösung nach wie vor gegeben sei:
"Also ich glaube, dass auch weiterhin ein Interesse daran besteht, weil ich ja selber Gelegenheit hatte, einmal mit russischen Vertretern zu sprechen. Ich bin aber auch in regelmäßigem Austausch mit unseren amerikanischen Partnern, und es ist ja nicht so, als würden die Gespräche nicht weitergehen. Herr Witkoff fährt die Tage wieder nach Moskau, und da werden Gespräche fortgesetzt. Und Donald Trump hofft, und das hat er ja auch vor dem NATO-Gipfel jetzt in Ankara deutlich gemacht, dass es endlich zum Frieden kommt."
Erst kürzlich hatte der russische Präsident Putin erklärt, dass Europa bislang niemanden als Verhandlungspartner mit Moskau vorgeschlagen habe.
Frohnmaier wird seitens der etablierten Parteien und der Mainstream-Medien oft für seine vermeintlich pro-russische Haltung kritisiert. So fragte auch Ronzheimer den AfD-Politiker, warum er 2022 "gewollt habe, dass die Ukraine den Krieg verliere" und ob dies "an seinen Beziehungen nach Russland" liege. Frohnmaier hatte schon zu Beginn des Krieges vor vier Jahren Waffenlieferungen an die Ukraine ausgeschlossen, da er befürchtete, Deutschland würde auf diese Weise in den Konflikt hineingezogen.
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