Grossi: Mord am Chefingenieur des AKW Saporoschje gefährdet nukleare Sicherheit

Die ukrainische Armee setzt ihre Attacken auf das AKW Saporoschje, das größte Kernkraftwerk Europas, fort. Chefingenieur Alexander Jakowlew wurde am Mittwoch bei einem gezielten Drohnenangriff getötet. IAEA-Leiter Rafael Grossi verurteilte die Attacke.

Der Leiter der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) Rafael Grossi hat den Mord am Chefingenieur des AKW Saporoschje Alexander Jakowlew verurteilt. Jakowlew ist am Mittwoch infolge eines gezielten Drohnenangriffs auf seinen Dienstwagen ums Leben gekommen. Russland habe die IAEA unverzüglich über den Vorfall informiert, heißt es in der offiziellen Erklärung der Atomenergiebehörde auf der Plattform X. 

"Generaldirektor Rafael Grossi verurteilt den gemeldeten Vorfall, der seiner Aussage nach einen inakzeptablen Angriff auf das Atomkraftwerk und dessen Leitung darstellt und die nukleare Sicherheit ernsthaft gefährdet."

Die Atomenergiebehörde fordere eine sofortige Einstellung "aller Angriffe auf oder in der Nähe von Atomenergieanlagen und deren Personal", so Grossi. 

Jakowlew ist am Mittwochnachmittag ums Leben gekommen, teilte Alexei Lichatschow, der Leiter des Staatskonzerns Rosatom, mit. Eine ukrainische Drohne sei in den Dienstwagen vom Typ Toyota Camry an der Grenze zwischen dem Industriegebiet des AKW und der Stadt Energodar eingeschlagen. Neben Jakowlew sei auch der Fahrer Dmitri Filippow ums Leben gekommen, präzisierte Lichatschow.

Der Pressedienst des AKW Saporoschje bezeichnete den Vorfall als "einen gezielten Terroranschlag" und einen Angriff auf "das Grundprinzip der Sicherheit der Atomenergieanlagen, das immer über Politik und Gewalt stehen muss".

Unmittelbar nach der Attacke hat Moskau die IAEO zur Reaktion aufgerufen. Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, hat gefordert, dass Grossi endlich das Verbrechen des Kiewer Regimes erkennen müsse. "Dieses Verbrechen des Kiewer Regimes muss Grossi endlich erkennen. Wir fordern, dass die zuständigen internationalen Organisationen, allen voran die IAEA, eine klare und deutliche Erklärung abgeben, in der dieser Mord verurteilt wird", schrieb Sacharowa auf Telegram.

Lichatschow merkte an, dass diese Tragödie durch "Duldung und direkte Ermutigung des kriminellen Kiewer Regimes zur Eskalation terroristischer Anschläge seitens westlicher Staaten" ermöglicht worden sei. Diese Handlungen stellten "eine reale Gefahr eines massiven nuklearen Zwischenfalls" in Russland, der Ukraine und Europa dar. Russland erwarte "eine rasche und klare Reaktion" der IAEA auf den Vorfall, so Lichatschow.

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