NRW ein Jahr vor den Landtagswahlen: CDU verliert Zustimmung, SPD mit desaströsem Umfrageplatz

Im kommenden Jahr wird in Nordrhein-Westfalen der nächste Landtag gewählt. Eine Umfrage zeigt: Die SPD verliert massiv an Zustimmung in der Bevölkerung. Schwarz-Grün kann daher entspannt mit einer Mehrheit rechnen, da die AfD-Brandmauer auch in NRW steht. Die AfD klettert auf Platz 2 in der Zustimmung.

In fast genau einem Jahr sind rund 13,2 Millionen Bürger Nordrhein-Westfalens dazu aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Alle Parteien im Regierungsviertel der Landeshauptstadt Düsseldorf würden laut eines "NRW-Checks" im Auftrag von 38 nordrhein-westfälischen Tageszeitungen aktuell an Zustimmung verlieren, bis auf die AfD und die Grünen. Desaströs zeichnet sich die Lage für die SPD ab, die laut den Auswertungen nur noch auf 14 Prozent kommt.

Der SPD-Landesverband Nordrhein-Westfalen ist mit rund 85.000 Mitgliedern (Stand Juni 2025) der mitgliederstärkste Landesverband der SPD. Als prominentere Bundestagsabgeordnete dieses Verbandes sind in der Bundeshauptstadt die amtierende Arbeitsministerin Bärbel Bas, Ex-Ministerin Svenja Schulze, Karl Lauterbach sowie der russophobe Hinterbänkler Helge Lindh als sogenannte "Volksvertreter" vertreten.  

Die SPD fällt in ihrem bis dato sicher geltenden Stammland nun auf Platz vier zurück, wobei auch die regierende CDU laut Umfrageergebnissen mehr als deutlich an Zustimmung eingebüßt hat. So lauten die NRW-Auswertungen im Vergleich zur letzten Umfrage im Vorjahr:

Die AfD könnte damit zufolge in NRW im kommenden Jahr nach der CDU zweitstärkste Kraft werden. Bei der Landtagswahl 2022 war die Partei mit knapp 5 Prozent gerade so ins Parlament eingezogen. Das SPD-Mitglied Ali Kaan Sevinc aus Essen kommentiert zur Entwicklung seiner Partei:

"Großalarm in Nordrhein-Westfalen. Die Wählerinnen und Wähler laufen in Scharen von der SPD zur AfD rüber […] Für uns vor Ort bereits jetzt schon spürbar, alleine die Kommunalwahl im September 2025 war ein wesentlicher Stein, seitdem hat sich die Lage nochmal drastisch verschlechtert."

Laut Agenturmeldungen könnte die amtierende Landesregierung mit diesen Werten "ihre Regierungsmehrheit zwar behaupten", analysierten die Auftraggeber der Umfrage, jedoch zeige das Stimmungsbild, dass die Zufriedenheit der Bürger mit der Koalition "deutlich gesunken" sei. Dazu heißt es:

"Erstmals seit mehr als zwei Jahren waren mit 51 Prozent wieder mehr Menschen unzufrieden mit der Landesregierung als zufrieden (42 Prozent)." 

Als die drei größten Probleme in dem Bundesland hätten die Befragten für Nordrhein-Westfalen "Verkehr und Mobilität, die allgemeine Lage der Wirtschaft sowie Migration und Flüchtlinge" als belastend angegeben.

Ministerpräsident Hendrik Wüst könnte trotz rückläufiger Zustimmung zu seiner Partei mit soweit akzeptablen Werten rechnen. 47 Prozent der Befragten zeigten sich mit seiner Arbeit zufrieden, 39 Prozent unzufrieden.

Die nächste Landtagswahl findet am 25. April 2027 statt.

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