Wie das Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik der rheinland-pfälzischen Polizei heute in einer Pressemitteilung bekannt gab, kam es am Sonntagmorgen um 7 Uhr zu einer Festfahrung eines Tankers bei Rheinkilometer 474. Diese Rheinstelle liegt am Oberrhein im Bundesland Rheinland-Pfalz auf der Höhe des Ortes Ludwigshöhe (Landkreis Mainz-Bingen).
Das betroffene Tankmotorschiff ist mit 250 Tonnen Wasserstoff beladen. Der Tanker befand sich den Polizeiangaben zufolge auf Talfahrt an der linksrheinischen Seite der Fahrrinne. Bisher ist noch nicht bekannt, dass das Schiff von selbst wieder freigekommen ist.
Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Oberrhein untersagt deshalb bis zur Entfernung des festgefahrenen Schiffes Großfahrzeugen mit Überbreite ab 11,45 Metern das Passieren der Stelle. Die Sperrung gilt vom Hafen in Gernsheim bis zur Mainspitze bei Mainz. Die Schifffahrtssperre ist notwendig, da durch das havarierte Schiff die Durchfahrtsbreite an dieser Stelle des Rheins stark eingeschränkt ist.
Es ist nicht die erste Festfahrung bei Rheinkilometer 474 an diesem Wochenende. Bereits am Samstag kam es zu drei derartigen Vorfällen. Es gelang jedoch den Kapitänen der betroffenen Großfahrzeuge, die festgefahrenen Schiffe wieder freizubekommen. Nennenswerte Schäden sind dabei laut Polizei nicht aufgetreten.
Die Ursache für die Festfahrung am Sonntag ist noch unklar, die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. Die Polizei zieht auch eine mögliche Untiefe an der betroffenen Stelle als Unfallgrund in Betracht. Wäre dies der Fall, müsste der Rhein an dieser Stelle ausgebaggert werden, so die Tagesschau unter Berufung auf Expertenmeinungen.
Die Tagesschau zitiert einen Polizeisprecher, der Näheres zu den Vorfällen am Samstag zu berichten weiß. Demnach ist die Tiefe der Fahrrinne zwar exakt vorgegeben. Es könne jedoch sein, dass die Binnenschiffer trotz Echolot an Bord die Untiefen zu spät bemerkt hätten.
Auf eine Untiefe deutet auch der erste der Vorfälle hin. Demnach war dem Kapitän des betroffenen Schiffes eine Tiefe von 1,40 Metern angezeigt worden. In Wahrheit war der Rhein an der Stelle lediglich einen Meter tief, was zur Folge hatte, dass sich das Schiff erst einmal festsetzte. Nachdem die Ladung umgelagert worden war, konnte das Schiff nach einer halben Stunde seine Fahrt fortsetzen. Die beiden anderen Vorfälle gingen in der Nacht auf Sonntag ebenso glimpflich vonstatten. Bis es eben zu der Festsetzung am Sonntagmorgen kam.
Die Schifffahrt auf dem Rhein ist derzeit wegen des immer noch herrschenden Niedrigwassers ohnehin schon beeinträchtigt. Der Niedrigwasserzustand könnte Experten zufolge noch länger andauern, bis es zu ausgiebigen Niederschlägen kommt.
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