Schulmassaker in der Türkei: Vier Tote, über 20 Verletzte

Bei einer Schießerei an einer Schule in der türkischen Stadt Kahramanmaraş sind vier Menschen getötet und mindestens 20 verletzt worden. Der Täter war nach Behördenangaben ein Schüler. Es ist bereits die zweite Schulattacke binnen zwei Tagen.

Bei einer Schießerei an einer Schule in der südosttürkischen Provinz Kahramanmaraş sind vier Menschen getötet und 20 weitere verletzt worden. Dies berichtet die russische Nachrichtenagentur TASS unter Verweis auf lokale Behörden.

Demnach eröffnete ein Achtklässler gegen 14:00 Uhr Ortszeit das Feuer auf dem Schulgelände. Der Gouverneur der Provinz, Mükerrem Ünlüer, bestätigte den Vorfall:

"Zu den Todesopfern gehören ein Lehrer und drei Schüler. Mindestens 20 Menschen wurden verletzt."

Nach Angaben Ünlüers wurde der Angreifer von einem Lehrer außer Gefecht gesetzt und beging anschließend Selbstmord. Der Täter sei mit fünf Waffen in die Schule gekommen, die offenbar seinem Vater, einem ehemaligen Polizisten, gehört hätten. Er habe die Waffen in einem Rucksack in die Schule geschmuggelt, um den Angriff auszuführen.

Die Polizei sperrte die Schule und das umliegende Gelände ab. Rettungskräfte sind im Einsatz. Die Behörden haben Ermittlungen aufgenommen. Die Identität sowie die Motive des Täters werden derzeit geklärt. Justizminister Yılmaz Tunç erklärte auf der Plattform X, dass eine Untersuchung eingeleitet worden sei.

Es handelt sich um die zweite Attacke an einer Schule innerhalb von zwei Tagen. Bereits am Dienstag hatte ein ehemaliger Schüler in der südosttürkischen Provinz Şanlıurfa das Feuer auf eine Schule eröffnet. Dabei wurden mindestens 16 Menschen verletzt, darunter Schüler und Lehrer. Der Täter tötete sich anschließend selbst.

Unterdessen kommt es in der türkischen Hauptstadt Ankara zu Zusammenstößen zwischen Lehrern und der Polizei. Die Demonstranten versuchen, zum Gebäude des Bildungsministeriums vorzudringen, um gegen den Angriff in Şanlıurfa zu protestieren.

Nach Angaben von Teilnehmern fordern sie den Rücktritt von Bildungsminister Yusuf Tekin. "Wenn Erdoğan das nicht kann, dann machen wir es!", riefen die Demonstranten. Die Polizei errichtete Barrikaden, um den Zugang zu blockieren. Lehrer pfiffen die Einsatzkräfte aus und versuchten, die Absperrungen zu durchbrechen.

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