In den Beziehungen mit den westlichen Ländern hat der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko einen pragmatischen Ansatz gewählt. In einem Interview für den RT-Journalisten Rick Sanchez erklärte das Staatsoberhaupt:
"Die wahre Politik des Westens ist uns schon seit Langem bekannt. Egal, welche Verhandlungen der Westen mit mir führt, ich weiß genau, dass ich nicht ihr Hurensohn bin. Sie werden mich mit Freude zerkauen und ausspucken. Das ist mir vollkommen klar."
Des Weiteren betonte Lukaschenko, dass Weißrussland den Vertrag über die Gründung des Unionsstaates mit Russland strikt einhalte. Im Rahmen der Gespräche mit Washington werde Minsk weder gegen Russland noch gegen China verhandeln, da die beiden Länder nicht nur Partner, sondern auch Freunde seien.
Während die USA und Europa Sanktionen verhängten, öffneten China und Russland Tür und Tor, wodurch sie Weißrussland praktisch gerettet haben, führte Lukaschenko weiter aus. Lukaschenko habe daher keinen Grund, sich auf einen Dialog oder eine Politik gegen Moskau und Peking einzulassen.
Ende Februar hatte US-Präsident Donald Trump Lukaschenko gelobt und den Stand der Beziehungen zwischen Washington und Minsk hoch eingeschätzt. Ende März kündigte der weißrussische Präsident einen "Großdeal" mit den USA an. Das Dokument sollte unter anderem Vereinbarungen im Zusammenhang mit politischen Gefangenen und Kernbrennstoffen umfassen.
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