Aktuell besteht kein Risiko eines größeren Ausbruchs des Hantavirus. Dies hat Tedros Adhanom Ghebreyesus, Direktor-General der Weltgesundheitsorganisation (WHO), auf einer Pressekonferenz am Dienstag in Madrid erklärt.
Trotzdem warnte der Beamte vor möglichen weiteren Infektionsfällen. Mit Blick auf eine längere Inkubationszeit, nämlich von bis zu sechs Wochen, sei nicht auszuschließen, dass die Zahl der Infizierten in den kommenden Wochen ansteigen könnte.
Alle Hantavirus-Verdachtsfälle und bestätigten Infizierungen seien dem WHO-Chef zufolge inzwischen isoliert und stünden unter medizinischer Beobachtung. Das Risiko weiterer Übertragungen sei auf ein Minimum reduziert. Bislang seien elf Fälle im Zusammenhang mit dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" erfasst worden, darunter drei Todesfälle. Den Zustand der Passagiere der Hondius sollten die Länder überwachen, in die sie repatriiert worden seien.
Die WHO hatte bereits Anfang Mai versichert, dass der Hantavirus-Ausbruch auf dem Schiff im Atlantik kein Risiko für die globale Gesundheit darstelle. Es handele sich nicht um den Beginn einer neuen Pandemie.
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