Lukaschenko will Macron ein Treffen mit Putin vermitteln – Macron muss sich erst in der EU beraten

Alexander Lukaschenko, Präsident der Republik Belarus, hat laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Belta dem französischen Staatschef Emmanuel Macron angeboten, Wladimir Putin in Minsk zu treffen. Vor einer Entscheidung darüber will letzterer sich noch in der EU beraten.

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron kürzlich in einem Telefongespräch vorgeschlagen, sich mit ihm und Wladimir Putin in Minsk zu treffen. Die Agentur Belta zitiert den mündlichen Bericht Lukaschenkos über das Telefonat wie folgt:

"Ich sage: 'Na ja, auf Moskau haben Sie vielleicht keine große Lust – kommen Sie doch nach Minsk, dann würden Wladimir Wladimirowitsch und ich Sie hier empfangen'. So in der Art, scherzhaft. Er sagt: 'Ich schließe dieses Treffen nicht aus.' Ich: 'Dann muss man Putin anrufen. Herkommen, sich hinsetzen und ein Gespräch von Mann zu Mann führen'."

Laut Lukaschenko erwiderte Macron darauf, dass er sich zunächst innerhalb der Europäischen Union beraten müsse. Lukaschenko und Macron haben zuletzt am vergangenen Sonntag miteinander telefoniert. Das Gespräch fand auf Initiative von Paris statt.

Lukaschenko erklärte außerdem, er habe zugestimmt, nächste Woche einen bevollmächtigten Vertreter Macrons zu empfangen, um die bestehenden Probleme zu erörtern. Er habe seinen französischen Amtskollegen aufgefordert, als "treibende Kraft" bei der Förderung des friedlichen Dialogs in Europa zu wirken.

Darüber hinaus sprachen die Staatsoberhäupter beider Länder in dem Telefonat über den Konflikt um die Ukraine sowie die Verhandlungen zwischen Minsk und Washington. Lukaschenko erklärte Macron, er werde Atomwaffen nur im Falle einer Aggression gegen sein Land einsetzen.

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