Die militärischen Einrichtungen der USA im Pazifikraum befinden sich in einem besorgniserregenden Zustand. Dies berichtet Bloomberg unter Berufung auf das Amts des Generalinspekteurs des US-Kriegsministeriums (DoW OIG). Das könnte laut dem Medienunternehmen Risiken für die Infrastruktur schaffen, die die US-Streitkräfte zur Eindämmung Chinas benötigen.
Überprüfungen von elf Einrichtungen ergaben Korrosion, Löcher in Gebäuden, eingestürzte Decken, Schimmel und Asbest, heißt es in dem Dokument, das vom stellvertretenden Generalinspekteur für Bewertungen Randolph Stone erstellt wurde. Die Probleme betrafen die für die Einsatzbereitschaft der Truppen notwendige Infrastruktur sowie die Unterkünfte von Soldaten und ihren Familien.
Vertreter des Pentagons erklärten den Zustand der Einrichtungen mit deren Alter – viele Gebäude wurden in den 1970er-Jahren errichtet –, mit Erdbeben und Tsunamis sowie mit Personal- und Finanzierungsmangel.
Laut dem Dokument gehört der Luftwaffenstützpunkt Kadena in Japan zu den problematischsten Einrichtungen. Dort sind rund 20.000 US-Amerikaner stationiert und Munition im Wert von 836 Millionen US-Dollar gelagert. Mindestens 243 Wohnhäuser mussten wegen Zerstörung der tragenden Bauteile geräumt werden, in weiteren 139 kam es zu Deckeneinstürzen.
Ähnliche Probleme wurden auf dem Luftwaffenstützpunkt Yokota und dem Marinestützpunkt Camp Courtney festgestellt. Auf drei Einrichtungen fanden Inspekteure Schimmel, Risse, Brandschäden, Wassereintritt sowie Blei und Asbest in Baumaterialien.
Darüber hinaus entsprach ein Teil der Wartungs- und Lagereinrichtungen nicht den geltenden Anforderungen. Das Pentagon erklärte, die zuständigen Militärbehörden würden die festgestellten Mängel beheben und einen entsprechenden Zeitplan erstellen.
Pentagon-Chef Pete Hegseth hatte zuvor die Kosten der USA für den Krieg mit Iran auf 37,5 Milliarden US-Dollar beziffert. Laut dem Wall Street Journal könnte sich der Schaden allein an US-Einrichtungen und -Ausrüstung durch iranische Angriffe seit Beginn der Operation "Epic Fury" auf rund 13 Milliarden US-Dollar belaufen.
Laut der Zeitung hat Iran seit dem 28. Februar mehr als 2.000 Luft-, Raketen- und Drohnenangriffe auf US-Einrichtungen durchgeführt. Mindestens 20 Einrichtungen in acht Ländern sowie mehr als 42 US-Militärflugzeuge wurden beschädigt.
Nach Einschätzung der iranischen Agentur Tasnim unter Berufung auf Angaben der Revolutionsgarden könnte der Gesamtschaden für die US-Streitkräfte allein in der zweiten Julihälfte 20,6 Milliarden US-Dollar erreicht haben. Auf Luftabwehrsysteme und Radaranlagen entfielen dabei rund 7,5 Milliarden US-Dollar, auf Logistikinfrastruktur und Lager 6,8 Milliarden US-Dollar, auf den Flugzeugpark 3,5 Milliarden US-Dollar und auf Kommando- sowie Kommunikationszentren 2,8 Milliarden US-Dollar.
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