Nach Öl-Deal zwischen USA und Venezuela: China pocht auf Schutz seiner Interessen

China ist wegen der Annäherung zwischen Venezuela und den USA besorgt. Nachdem Washington und Caracas zuletzt einen beispiellosen Öl-Deal geschlossen haben, pocht Peking jetzt auf den Schutz seiner eigenen handelswirtschaftlichen Interessen in dem südamerikanischen Land.

Unter den linken venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez und Nicolás Maduro hatte das südamerikanische Land in den letzten 25 Jahren zahlreiche langfristige Verträge mit China geschlossen. Die Festnahme von Maduro Anfang dieses Jahres durch die USA setzte jedoch eine Zäsur in der Außenpolitik des ölreichsten Landes der Welt. Am vergangenen Freitag verkündete US-Präsident Donald Trump einen beispiellosen Öl-Deal zwischen Washington und Caracas. Eine solche Entwicklung brachte nun die Regierung in Peking auf den Plan.

An diesem Dienstag rief das chinesische Außenministerium im Zusammenhang mit der Abmachung die Regierung der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez dazu auf, das Völkerrecht zu achten und die Interessen des asiatischen Landes zu respektieren. Die Nachrichtenagentur Xinhua zitierte den Sprecher der diplomatischen Behörde, Guo Jiakun, mit den Worten:

"China hat immer die These verfochten, dass sich die Beziehungen zwischen den Ländern nach den Zielen und Grundsätzen der Charta der Vereinten Nationen richten müssen."

Auf die Frage, ob der Öl-Deal zwischen den USA und Venezuela die chinesischen Investitionen in das südamerikanische Land beeinträchtigen könnte, antwortete Guo, dass die handelswirtschaftliche Kooperation zwischen Peking und Caracas für beide Seiten von Vorteil sein sollte. Ihre bilaterale Zusammenarbeit werde sowohl vom Völkerrecht als auch von den nationalen Gesetzgebungen geschützt.

"Deswegen müssen die legitimen Rechte und Interessen Chinas in Venezuela gewährleistet werden."

Obwohl Peking und Caracas in den vergangenen 25 Jahren zahlreiche langfristige Abkommen, darunter auch im Ölbereich, signiert hatten, gab US-Präsident Trump nach der Militäroperation gegen Venezuela und der Festnahme von Maduro in diesem Januar zu verstehen, dass die Handelsaktivitäten Chinas und Russlands in dem südamerikanischen Land unerwünscht seien.

Am Freitagabend verkündete der Republikaner, dass die USA sich die Kontrolle über große Ölvorkommen in Venezuela gesichert hätten. Den Deal bezeichnete er als "den größten in der Weltgeschichte". Venezuelas Übergangschef Rodríguez versprach anschließend, dass ihr Land im Gegenzug langfristig profitieren werde – in Form von entstehenden Arbeitsplätzen, Investitionen in die Infrastruktur und höheren Staatseinnahmen.

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