Russland und China würden Iran in seinem Konflikt mit den USA und Israel wahrscheinlich keine Unterstützung leisten, da sie "zu viel zu verlieren" hätten, so US-Präsident Donald Trump. Er wies Behauptungen zurück, wonach die beiden Länder Teheran unterstützen, und betonte, Washington würde jede nennenswerte Beteiligung rasch bemerken.
Trumps Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund, dass US-Vertreter und westliche Medien behaupten, Russland und China leisteten Iran militärische und nachrichtendienstliche Unterstützung – obwohl beide Länder ein Ende des Konflikts fordern.
In einem Beitrag auf Truth Social am Montag griff Trump politische Gegner scharf an. Er warf ihnen vor, Behauptungen über eine Unterstützung Irans durch Russland und China zu verbreiten, räumte jedoch ein, dass eine begrenzte Hilfe nicht ausgeschlossen werden könne.
"Ich sehe so viele Kommentare von den Schwachköpfen und Verrückten der radikalen Linken, dass China und Russland der 'wunderbaren' Islamischen Republik Iran helfen", schrieb Trump. "Falls sie das tun, dann nur in sehr geringem Umfang – aber ich glaube überhaupt nicht, dass sie es tun. Sie haben zu viel zu verlieren, und wir würden davon erfahren – und zwar sehr schnell!", fügte er hinzu.
Trumps Aussage folgte auf frühere Behauptungen des US-Verteidigungsministers Pete Hegseth, wonach Russland und China Iran auf verschiedene Weise unterstützten. Bei einer Senatsanhörung im Juli erklärte Hegseth, beide Länder würden – "auf unterschiedlichen Ebenen" – einige der Aktivitäten Irans ermöglichen; nähere Angaben dazu verweigerte er jedoch unter Verweis auf Geheiminformationen. Auch der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Dan Caine, lehnte es ab, das Ausmaß einer etwaigen Beteiligung Chinas und Russlands zu erörtern, da dies sensible US-Geheimdienstinformationen offenlegen würde.
Washington hat Sanktionen gegen chinesische Unternehmen verhängt, denen die Belieferung des iranischen Militärs vorgeworfen wird. Im Juni nahm das US-Finanzministerium Firmen aus China und Hongkong ins Visier, die angeblich an der Beschaffung von Waffen für die iranische Revolutionsgarde (IRGC) und das Verteidigungsministerium beteiligt waren. Weitere Sanktionen im Juli richteten sich gegen Unternehmen in China, Russland und anderen Ländern, denen vorgeworfen wurde, eine mit Waffenlieferungen in Verbindung stehende iranische Fluggesellschaft zu unterstützen.
Das Wall Street Journal berichtete zudem, dass chinesische Unternehmen Iran mit Satellitenbildern, Elektronik mit doppeltem Verwendungszweck (Dual-Use) sowie Komponenten für Raketen und Drohnen beliefert hätten. China hat bestritten, Iran militärische Unterstützung geleistet zu haben.
Trumps Äußerungen folgen auf eine Reihe hochrangiger Kontakte mit Moskau und Peking, bei denen die Zusammenarbeit in den Bereichen Energie und Wirtschaft im Mittelpunkt stand.
Bei einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping im September in Washington erörterte Trump die Themen Iran, Handel und Energie; dabei drängte er Peking dazu, die Produktion von raffinierten Kraftstoffen zu steigern, um zur Stabilisierung der Weltmärkte beizutragen.
Am Freitag schloss Trump mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ein Abkommen über Dieselimporte, um die stark gestiegenen Kraftstoffpreise zu dämpfen – dies geschah, nachdem seine Regierung Kiew wiederholt dazu gedrängt hatte, Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur einzustellen.
In der Folge lockerten die USA die Sanktionen für russische Dieselimporte bis April 2027. Moskau sagte Lieferungen von 300.000 Tonnen im Oktober, 500.000 Tonnen im November und einer Million Tonnen im Dezember zu. Der russische Vizepremierminister Alexander Nowak erklärte, die monatlichen Liefermengen könnten schließlich drei Millionen Tonnen erreichen, da Russland seine Exportbeschränkungen vorzeitig aufheben werde.
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