Bei dem Besuch einer internationalen Weinmesse in Verona am Dienstag bezeichnete Meloni Trumps Äußerungen als "inakzeptabel". Gleichzeitig betonte sie, dass religiöse Führer nicht nach politischen Vorgaben handeln sollten.
Trump reagierte darauf in einem Telefoninterview für die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" mit einem persönlichen Angriff und drehte den Spieß um, indem er Meloni selbst als "inakzeptabel" bezeichnete. Er warf ihr vor, die nukleare Bedrohung durch Iran zu ignorieren, der Italien "in zwei Minuten in die Luft jagen" würde. "Ich dachte, sie hätte Mut, aber ich habe mich geirrt", so Trump.
In Italien erhielt Meloni überparteiliche Unterstützung. Oppositionsführerin Elly Schlein (PD) stellte sich im Parlament demonstrativ vor Meloni und verurteilte die Einmischung des US-Präsidenten als respektlos gegenüber der Souveränität Italiens.
Mehr zum Thema - "Evangelium darf nicht missbraucht werden" – Papst Leo XIV. kontert Trump