Lawrow zum Gespräch mit Wadephul: "Vielleicht will Deutschland nicht den Zug verpassen"

Am Rande des Waldai-Forums, das derzeit im Gebiet Moskau stattfindet, wurde der russische Außenminister gefragt, was sein deutscher Amtskollege Johann Wadephul mit seinem merkwürdigen Gesprächsangebot in New York bezwecken wollte. Er wisse es nicht, erwiderte Sergei Lawrow.

Seit Langem schon höre man immer wieder gewisse Phrasen, inklusive der Behauptung, "Russland sei der ewige Feind, mit dem man in drei Jahren Krieg führen werde", so der russische Chefdiplomat weiter, "und wenn es – wie Herr Wadephul ja selbst sagt – lediglich darum ging, diese Behauptungen hinter verschlossenen Türen und unter Ausschluss der Presse zu wiederholen, damit Russland gewissermaßen erkennt, dass sie es tatsächlich ernst meinen, nun, dann ist das ein aussichtsloses und sogar schädliches Unterfangen".

Der in Moskau lebende britische Journalist der "BBC", Steve Rosenberg, lieferte sich derweil ein kurzes Wortgefecht mit Lawrow und wollte wissen, ob Russland einen hybriden Krieg gegen Europa führe und wenn ja, mit welchem Ziel, sowie ob der Vorwurf, der Westen wende "rohe Gewalt" an, nicht eher auf das Vorgehen Russlands in der Ukraine zutreffe.

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