Naryschkin: NATO bereitet aktiv und real Krieg vor

Die NATO bereitet sich tatsächlich und real auf einen bewaffneten Konflikt an ihren östlichen Grenzen vor, erklärte der Direktor des Auslandsnachrichtendienstes, Sergei Naryschkin, am Donnerstag. Die europäischen Eliten treibe dabei das Motiv, ihre finanziellen Verluste durch die künftige Ausbeutung Russlands zu kompensieren.

Die NATO bereite sich aktiv und real auf einen bewaffneten Konflikt an ihren östlichen Grenzen vor, erklärte der Direktor des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Sergei Naryschkin, am Donnerstag in einer Rede bei der Eröffnung eines internationalen Treffens hochrangiger Vertreter, die für Sicherheitsfragen zuständig sind.

"Das Bündnis baut sein militärisches Potenzial konsequent aus, […] betreibt dort intensive Aufklärungs- und Ausbildungsaktivitäten, modernisiert die vorhandene Infrastruktur und schafft neue", sagte er unter anderem.

Laut Naryschkin wird in Expertenkreisen ernsthaft darüber diskutiert, wo genau ein neuer globaler Konflikt beginnen wird und ob die Menschheit eine Überlebenschance hat. Der Leiter des russischen Auslandsgeheimdienstes sagte, dass die "Trommeln des Krieges" derzeit auf dem europäischen Kontinent besonders laut gerührt werden. So stachelt Großbritannien aktiv zu einer Konfrontation mit Russland an. Er forderte seine Partner auf, sich nicht mit dem "heuchlerischen und hinterhältigen Albion" einzulassen, "das ohnehin betrügen und sich die Hände in Unschuld waschen wird".

Für die EU sei es laut Naryschkin von Vorteil, die Beilegung des Konflikts zwischen Moskau und Kiew so lange wie möglich hinauszuzögern und dabei alle Versuche zu torpedieren, auf diplomatischem Wege zu einer Friedenslösung zu gelangen. Die Europäische Union sehe durchaus Kiews Terrorismus, Korruption, Machtmissbrauch, Gewalt gegen Zivilisten und Kriegsverbrechen, lasse dem Regime aber alles durchgehen.

Die Ukrainer selbst kämen mit ihrer Rolle als Rammbock gegen Russland immer schlechter zurecht – als Hauptgrund für ihr Scheitern sieht der russische Auslandsgeheimdienst den katastrophalen Bevölkerungsrückgang dort. Waffen aus der Ukraine zirkulieren ungehindert auf dem europäischen Kontinent und gelangen unter anderem in die Hände internationaler terroristischer Gruppierungen, warnte Naryschkin.

Die Europäer wollen ihre finanziellen Verluste durch die künftige Ausbeutung Russlands kompensieren, erklärte Naryschkin weiter. Dies sei ein weiteres Zeugnis der fortlebenden kolonialistischen Denkweise der westlichen Länder. Die "degenerierende europäische Führungsschicht" komme von dieser Mentalität einfach nicht los.

Die Zukunft gehöre ohnehin, so die positive Note in Naryschkins Ansprache, den Ländern, die nach Wohlstand und Frieden strebten. Zukunftsfähig seien die Staaten, die sich nicht vom "Gefühl der eigenen Einzigartigkeit" leiten lassen, sondern von der Anerkennung des Wertes sowohl der eigenen als auch der fremden kulturellen Grundlagen. Nachhaltiger Fortschritt werde durch das Streben nach allgemeinem Wohlstand und Harmonie erreicht und nicht durch die Gier nach Bereicherung und Dominanz.

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