Armeniens Parlament wird zur Arena – Prügelei zwischen Paschinjans Regierungspartei und Opposition

Im Gebäude der armenischen Nationalversammlung kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung, nachdem Edgar Kasarjan, ein Vertreter der Oppositionsfraktion "Starkes Armenien", das Wort ergriffen hatte. Dies melden Medien am 6. Oktober 2026.
Zunächst rief Kasarjan von seinem Platz aus, dass die zu diesem Zeitpunkt laufende Debatte über den auf der Tagesordnung stehenden Bericht zur "Krise der Armenischen Kirche" verfassungswidrig sei.
Anschließend begab er sich ans Rednerpult und warf dem stellvertretenden Parlamentspräsidenten Ruben Rubinjan, der der Regierungspartei "Zivilvertrag" des Premiers Nikol Paschinjan angehört, die Verschwendung staatlicher Gelder aufgrund von dessen Fernbleiben bei Sitzungen vor. Zudem vergeude dieser öffentliche Gelder, indem er Prämien an Abgeordnete auszahle.
Daraufhin wurde Kasarjan das Mikrofon abgeschaltet.
Nach Kasarjans Rückkehr an seinen Platz entbrannte zunächst ein Wortgefecht zwischen Abgeordneten der Regierungspartei und der Opposition, das in eine handfeste Auseinandersetzung mündete.
Der Parlamentspräsident unterbrach die Sitzung und rief Sicherheitskräfte herbei. Diese räumten den Saal und drängten die Abgeordneten ins Foyer, wo das Handgemenge weiterging.
Im Foyer konnten die Sicherheitskräfte nach einer gewissen Zeit die Kämpfenden auseinanderziehen – doch die Freude daran währte kurz: Nur wenig später fanden die Streithähne wieder zueinander und setzten ihre zuvor so jäh untrbrochene parlamentarische Diskussion wieder mit schlagkräftigen nonverbalen Argumenten fort.
Erst im zweiten Anlauf gelang es den Ordnungshütern, die Konfliktseiten endgültig voneinander zu trennen – woraufhin die Abgeordneten sich in ihre jeweiligen Arbeitsräume zurückzogen.
Die Situation der Armenischen Kirche wurde später am Tag erneut Gegenstand hitziger Diskussionen im Plenarsaal des Parlaments und auch eines zweiten lautstarken, ungeordneten Wortgefechts. Zu einer weiteren Prügelei kam es dieses Mal jedoch nicht mehr.
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