Liveticker Ukraine-Krieg – Massive Drohnenattacke auf Gebiet Moskau: Schäden und Opfer

6.10.2026 09:03 Uhr
09:03 Uhr
DVR meldet 18 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 18 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 25 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 5. Oktober bis 0 Uhr am 6. Oktober (Ortszeit) wurden drei Zivilisten verletzt. Durch den Beschuss kamen 21 Wohnhäuser, sieben zivile Infrastrukturobjekte, ein Lkw und mehrere Autos zu Schaden.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk zwölf Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Eine zivile Person erlitt dabei Verletzungen. Beschädigt wurden zwei Wohnhäuser und zwei zivile Infrastrukturobjekte.
08:36 Uhr
Selenskij erwartet Verhandlungen noch im Oktober
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hofft trotz der verstärkten russischen Angriffe auf sein Land auf eine baldige Wiederaufnahme von Gesprächen über eine Beendigung des Kriegs. In einem am Montagabend auf X veröffentlichten Video sagt der Politiker:
"Ich gehe davon aus, dass es der amerikanischen Seite im Oktober gelingen wird, ein Dreiertreffen zu organisieren."
Das ukrainische Verhandlungsteam stehe bereit. Die Bereitschaft müsse nun auch von Russland kommen, so Selenskij. Eine wichtige Aufgabe der USA und aller starken Partner der Ukraine sei es, Russland zur Diplomatie zu bewegen, "zu konkreten Schritten statt zu Tötungen".
We expect that the U.S. side will succeed in arranging a trilateral meeting in October. For now, the Russians are focused solely on strikes against Ukraine and destabilizing activities in Europe. Putin now knows the situation in Europe – in specific countries – and the statistics on strikes far better than he knows what is actually happening on the front. And an important task for America and all our strong partners is to push Russia toward diplomacy and real steps instead of killing.
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) October 5, 202608:07 Uhr
Ukrainische Drohnen beschädigen Haus im Gebiet Smolensk: Bewohner verletzt
In der Nacht haben die ukrainischen Streitkräfte auch das westrussische Gebiet Smolensk an der Grenze zu Weißrussland angegriffen. Wie Gouverneur Wassili Anochin auf Telegram schreibt, habe die russische Luftabwehr über der Region 19 Drohnen abgeschossen. Der Politiker gibt dabei bekannt, dass infolge der Attacke ein Einfamilienhaus zu Schaden gekommen sei. Ein Bewohner sei leicht verletzt worden.
Anochin ruft seine Landsleute dazu auf, die Sicherheitsvorkehrungen zu befolgen. So sollte man sich beim Luftalarm von Fenstern fernhalten. Beim Fund von Drohnenteilen sollte man den Katastrophenschutz benachrichtigen. Der Politiker erinnert außerdem die Bevölkerung an das Verbot, Anlagen der Luftabwehr im Einsatz aufzunehmen.
07:30 Uhr
Massive Drohnenattacke auf Gebiet Moskau: Schäden und Opfer

Archivbild: Ein ukrainischer Soldat bereitet am 16. August 2026 an einem nicht genannten Ort in der Ukraine eine Langstreckendrohne des Typs FP-1 für einen Angriff tief im russischen Hinterland vor.Efrem Lukatsky / AP In der vergangenen Nacht hat der Großraum Moskau eine massive ukrainische Drohnenattacke erlebt. Andrei Worobjow, Gouverneur des Gebiets Moskau, teilt auf der Plattform Telegram mit, dass die russische Luftabwehr über der Region 185 gegnerische Drohnen abgefangen habe. Der Politiker meldet dabei mehrere Opfer. Demnach sei in der Siedlung Radumlja ein 20-jähriger Mann ums Leben gekommen. Worobjow spricht seiner Familie sein aufrichtiges Beileid aus. Es gebe außerdem sechs Verletzte. Bei ihnen handele es sich um Einwohner der Ortschaften Gorki, Jadrominо und Ljachowo.
Worobjow berichtet zudem über mehrere Schäden in der Region. So seien in den Ortschaften Safontjewo, Torlopowo, Gorki und Jadromino zehn Einfamilienhäuser und zwei Autos beschädigt worden. Im Dorf Pokrowskoje sei ein Einfamilienhaus zu Schaden gekommen. In der Siedlung Lobanowo habe ein Einfamilienhaus Feuer gefangen. Ein weiteres Einfamilienhaus sei in der Ortschaft Barybino zerstört worden.
Der Bürgermeister der russischen Hauptstadt Moskau, Sergei Sobjanin, gibt auf der Plattform Telegram bekannt, dass das ukrainische Militär versucht habe, die Region mit 650 unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Die meisten seien von der Luftabwehr aus großer Entfernung unschädlich gemacht worden. 105 Drohnen seien bei ihrem Anflug auf die Hauptstadt zerstört worden. Sobjanin meldet weder Schäden noch Opfer.
5.10.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:55 Uhr
343 ukrainische Drohnen binnen zwölf Stunden abgefangen
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums hat die russische Flugabwehr binnen zwölf Stunden 343 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet und dem Schwarzen Meer abgefangen und zerstört. Die Drohnen wurden demnach zwischen 8 und 20 Uhr Moskauer Zeit über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Orjol, Moskau und Tula, den Regionen Krasnodar und Stawropol sowie der Teilrepublik Krim vom Himmel geholt.
21:44 Uhr
Trump macht Ukraine für steigende Benzinpreise in den USA verantwortlich
Die Angriffe der Ukraine auf russische Ölraffinerien treiben laut US-Präsident Donald Trump die Benzinpreise in den USA in die Höhe. Das schrieb Trump im sozialen Netzwerk Truth Social:
"Der Grund für den Anstieg der Benzinpreise ist nicht mehr die Straße von Hormus, da von dort fast täglich Rekordmengen an Öl abtransportiert werden. Es sind vielmehr die Raffinerien: Russische Anlagen werden von der Ukraine angegriffen. Unsere hingegen werden in 'blauen' Staaten wie Kalifornien von den Demokraten geschlossen."
US-Energieminister Chris Wright hatte zuvor eingeräumt, dass in den USA Dieselkraftstoff weiterhin knapp ist. Seiner Darstellung zufolge ist der Mangel unter anderem auf den Wegfall russischer Diesel-Exporte sowie auf Lieferengpässe aus dem Nahen Osten und China zurückzuführen.
21:21 Uhr
Türkei liefert Ukraine Korkut-Flugabwehrsysteme
In diesem Jahr hat die Türkei der Ukraine Flugabwehrsysteme des Typs Korkut zur Abwehr von Drohnen geliefert. Dies berichtet das Portal Middle East Eye (MEE) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen. In dem Bericht heißt es:
"Die Türkei hat der Ukraine Flugabwehrsysteme gegen Drohnen geliefert und Kiew damit die Möglichkeit gegeben, neue Systeme zu testen und seine Fähigkeiten zu verbessern."
Demnach importierte die Ukraine eine kleine Anzahl dieser Systeme. Wie viele Korkut-Einheiten genau geliefert wurden und wie viele davon bereits im Einsatz sind, ist nicht bekannt.
Eine Korkut-Batterie besteht laut MEE aus drei Flugabwehrkanonen und einem Führungsfahrzeug. Das System ist mit automatischen Kanonen ausgerüstet und kann unter anderem Drohnen und Marschflugkörper bekämpfen. Bereits 2021 hatte der türkische Rüstungskonzern Aselsan Kiew den Kauf des Systems angeboten.
21:11 Uhr
Ukraine errichtet Verteidigungsanlagen im Norden des Gebiets Kiew
Im Norden des Gebiets Kiew haben ukrainische Soldaten mit dem Bau umfangreicher Verteidigungsanlagen begonnen. Dies berichtet der Telegram-Kanal Insider UA. In dem Beitrag heißt es:
"Im Gebiet Kiew werden nahe Tschernobyl umfangreiche Verteidigungslinien für den Fall einer neuen russischen Offensive aus dem Norden vorbereitet."
An einigen Abschnitten sollen bis zu 35 Reihen Stacheldraht errichtet werden. Der Kommandeur der ukrainischen Nationalgarde, Alexander Piwnenko, hatte zuvor erklärt, Russland könne eine Offensive an der Nordgrenze der Ukraine starten, um eine bis zu zehn Kilometer tiefe Pufferzone zu schaffen. Diese Einschätzung wird auch von der ukrainischen Militärführung geteilt.
21:01 Uhr
Klaus Ernst: Merz zieht Deutschland in einen Krieg mit Russland
Der deutsche Politiker und ehemalige Bundestagsabgeordnete Klaus Ernst hat den unangekündigten Kiew-Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz scharf kritisiert. Er schrieb im sozialen Netzwerk X:
"An Heuchelei ist das kaum noch zu überbieten! Wieder ne Milliarde, die ihm nicht gehört für das Sterben, während er Deutschland ruiniert und uns immer mehr in einen Krieg hineinzieht. Die Regierung ruiniert die Rentner, kürzt bei der Pflege, schleift das Gesundheitswesen und die Menschen sollen länger arbeiten. Wen wundert da der Niedergang von SPD und CDU? Auch wenn sie keine alternative ist, der beste Wahlkämpfer für die AfD ist Merz!"
Da kann man Frau Havryshko - wer es nicht weiß eine Ukrainerin - nur zustimmen! An Heuchelei ist das kaum noch zu überbieten! Wieder ne Milliarde, die ihm nicht gehört für das Sterben, während er Deutschland ruiniert und uns immer mehr in einen Krieg hineinzieht. Die Regierung ruiniert die Rentner, kürzt bei der Pflege, schleift das Gesundheitswesen und die Menschen sollen länger arbeiten. Wen wundert da der Niedergang von SPD und CDU? Auch wenn sie keine alternative ist, der beste Wahlkämpfer für die AfD ist Merz!
— Klaus Ernst (@ernst_klaus) October 5, 2026
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
