Liveticker Ukraine-Krieg: Inzwischen zwölf Tote durch ukrainische Attacke auf Berufsschule in LVR

23.05.2026 12:40 Uhr
12:40 Uhr
Inzwischen zwölf Tote durch ukrainische Attacke auf Berufsschule in LVR

Folgen einer ukrainischen Attacke auf die Stadt Starobelsk in der LVR, 22. Mai 2026ALEXANDER REKA / TASS Nach dem folgenschweren ukrainischen Angriff auf die Berufsschule in der Stadt Starobelsk in der Volksrepublik Lugansk (LVR) steigt die Zahl der Toten weiter an. Inzwischen melden die örtlichen Behörden zwölf Tote und neun Vermisste. Nach Angaben des Republikchefs Leonid Passetschnik seien weitere 41 Menschen verletzt worden.
Das Wohnheim und das Lehrgebäude waren in der Nacht zum Freitag getroffen worden, als sich dort mehr als 80 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren aufgehalten hatten. Rettungskräfte arbeiteten noch die ganze Nacht zum Samstag über an der Bergung von Vermissten aus den Trümmern.
Russland machte die ukrainischen Streitkräfte für den Angriff verantwortlich und sprach von einem gezielten Angriff auf eine zivile Einrichtung. Präsident Wladimir Putin bezeichnete den Angriff als "Manifestation des Neonazismus" und kündigte eine Reaktion an. Der ukrainische Generalstab warf Moskau Desinformation vor und behauptete, in der Stadt habe eine auf Drohnenangriffe spezialisierte russische Militäreinheit operiert.
UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den Angriff scharf. Sein Sprecher sagte in New York:
"Jeden Angriff auf Zivilisten und zivile Infrastruktur verurteilen wir scharf, egal wo sie geschehen."
Der UN-Generalsekretär habe immer wieder betont, dass solche Angriffe völkerrechtswidrig seien und sofort aufhören müssten.
12:05 Uhr
Wadephul fordert weitere NATO-Hilfen für die Ukraine in Höhe des bisherigen Darlehens
Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert von den NATO-Partnern weitere Militärhilfen für die Ukraine. Beim Treffen der NATO-Außenminister hat der CDU-Politiker vorgeschlagen, die Unterstützung um mindestens die gleiche Summe wie das bestehende EU-Darlehen zu erhöhen. Für den Erfolg der Friedensgespräche sei ein klares Signal der NATO an Russland, aber auch an die Ukraine entscheidend, sagte Wadephul.
Viele Staaten hätten sich dem Bundesaußenminister zufolge bereits zu dem Ziel bekannt. Andere hätten "eine grundsätzliche Unterstützung erkennen lassen", müssten aber noch prüfen, wie die Mittel zur Verfügung gestellt werden könnten.
Vor dem Treffen der Außenminister hatte NATO-Generalsekretär Mark Rutte kritisiert, dass die Verteilung der Hilfe für die Ukraine innerhalb der Allianz ungleich sei.
Im Dezember hatte die EU für die Jahre 2026 und 2027 ein Darlehen in Höhe von insgesamt 90 Milliarden Euro für die Ukraine beschlossen. Kiew muss das Geld nur zurückzahlen, wenn Russland Reparationszahlungen leistet.
11:39 Uhr
Acht Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 52 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 52 Ortschaften in elf Bezirken angegriffen hat. Demnach habe der Gegner mindestens 28 Geschosse abgefeuert und 113 Drohnen eingesetzt, von denen 50 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. Bei der Detonation einer Drohne habe ein Mitarbeiter eines Betriebs in der Siedlung Jasnyje Sori Verletzungen erlitten. Drei Einwohner der Siedlung Krasiwo seien zu Schaden gekommen, als eine gegnerische Drohne ihr Auto attackiert habe. In der Stadt Schebekino habe ein Lkw-Fahrer Verletzungen erlitten. Eine ähnliche Attacke habe sich in der Siedlung Neschegol ereignet, wobei dort ein Lkw-Fahrer zu Schaden gekommen sei. Zwei weitere Männer seien verletzt worden, als eine ukrainische Drohne in der Nähe der Ortschaft Schdanow einen Kleintransporter angegriffen habe.
Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden sechs Einfamilienhäuser, mehrere Geschäfte, drei soziale Einrichtungen, ein Betrieb, vier Lkw, ein Bus, zwei Kleintransporter, zwölf Autos und zwei Lkw-Anhänger zerstört oder beschädigt worden.
11:07 Uhr
Rubio: Bemühungen um Frieden in Ukraine "leider nicht fruchtbar"
Die US-Vermittlungsbemühungen im Krieg zwischen Russland und der Ukraine sind in eine Sackgasse geraten. Auch US-Außenminister Marco Rubio, der am Freitag am NATO-Außenministertreffen im schwedischen Helsingborg teilnahm, räumte dies ein. Ihm zufolge hätten die diplomatischen Bemühungen um ein Ende der Kampfhandlungen keine nennenswerten Ergebnisse hervorgebracht.
Im Verlauf des vergangenen Jahres seien die Verhandlungen "leider nicht fruchtbar" gewesen, sagte er. Momentan gebe es keine Gespräche. Diese könnten jedoch wieder aufgenommen werden, wenn Washington eine Chance auf Fortschritte sehe, erklärte Rubio.
US Secretary of State Marco Rubio rejected press reports claiming that President Donald Trump is pressuring Ukraine to negotiate with Russia. Rubio stated that there are currently no active talks, but maintained that the war can only end through a negotiated settlement, not… pic.twitter.com/05hZUArL8X
— AMERICA TIME (@americatime_) May 22, 202610:35 Uhr
Schäden durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinstein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr am 22. Mai bis 8 Uhr am 23. Mai (MESZ) 108 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Zudem habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 73-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Darüber hinaus habe es sieben Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgeworfen hätten.
Chinstein meldet keine Opfer unter der Zivilbevölkerung. Der Politiker berichtet jedoch über Sachschäden in den Ortschaften Kuibyschew, Bolschegneuschewo, Salnoje und Wischnewo. Dort seien zwei Wohnhäuser, ein landwirtschaftlicher Betrieb, ein Traktor und ein Auto beschädigt worden. Im Bezirk Lgow sei ein Energieobjekt zu Schaden gekommen. In 18 Ortschaften und Teilen der Stadt Lgow sei die Stromversorgung ausgefallen.
10:02 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 22. Mai 23 Geschosse auf sechs Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Golaja Pristan — 3,
- Kachowka — 4,
- Solonzy — 2,
- Nowaja Kachowka — 7,
- Aljoschki — 5,
- Proletarka — 2.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Aljoschki, Korsunka, Proletarka und Nowaja Majatschka seien insgesamt 15 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
09:33 Uhr
DVR meldet sieben ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der letzten 24 Stunden sieben Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 21 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 22. Mai bis 0 Uhr am 23. Mai (Ortszeit) wurden acht Zivilisten, darunter ein Kind, verletzt. Durch den Beschuss wurden zwölf Wohnhäuser, vier zivile Infrastrukturobjekte und mehrere Autos beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk fünf Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei kam eine zivile Person ums Leben. Acht Einwohner erlitten Verletzungen. Ein ziviles Infrastrukturobjekt und mehrere Autos wurden beschädigt.
09:06 Uhr
Ukrainischer Angriff auf Berufsschule in LVR: Zahl der Todesopfer steigt auf zehn

Folgen einer ukrainischen Attacke auf die Stadt Starobelsk in der LVR, 22. Mai 2026JEWGENI BIJATOW / Sputnik Nach einem ukrainischen Angriff auf eine Berufsschule in der Stadt Starobelsk in der Volksrepublik Lugansk (LVR) haben die russischen Behörden die Zahl der Opfer erneut nach oben korrigiert. Am Samstagmorgen erklärte Republikchef Leonid Passetschnik, dass mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen seien. Die Zahl der Toten könnte demnach weiterhin steigen, da noch elf Schüler vermisst würden. Die Zahl der Verletzten bezifferte Passetschnik auf 38. Rettungskräfte hätten die ganze Nacht über die Trümmer geräumt.
Das Wohnheim und das Lehrgebäude waren in der Nacht zum Freitag getroffen worden, als sich dort mehr als 80 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren aufgehalten hatten. Russland machte die ukrainischen Streitkräfte für den Angriff verantwortlich und sprach von einem gezielten Angriff auf eine zivile Einrichtung. Moskau beantragte in diesem Zusammenhang eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats und leitete Ermittlungen wegen Terrorismus ein. Präsident Wladimir Putin bezeichnete den Angriff als "Manifestation des Neonazismus" und kündigte eine Reaktion an.
Die niederländische Journalistin Sonja van den Ende sprach im Interview mit RT DE von einem Kriegsverbrechen und erklärte, Europa müsse sich für seine Unterstützung der Ukraine "zutiefst schämen".
08:31 Uhr
Ukrainische Drohne tötet Autofahrer im russischen Grenzgebiet Brjansk
In der Nacht zum Samstag hat das ukrainische Militär erneut im russischen Gebiet Brjansk zugeschlagen. Interimsgouverneur Jegor Kowaltschuk berichtet auf Telegram über eine Drohnenattacke auf ein fahrendes Auto im Bezirk Starodub. Infolge der Attacke sei der Autofahrer ums Leben gekommen.
Der Politiker bezeichnet die Attacke auf die Zivilbevölkerung des Grenzgebiets als terroristisch und spricht der Familie des Getöteten sein Beileid aus. Kowaltschuk zufolge werde die örtliche Regierung die Angehörigen des Todesopfers finanziell unterstützen.
08:04 Uhr
Ukrainische Drohnen greifen Hafenstadt Noworossijsk an: Feuer in Erdöldepot, zwei Verletzte
In der zurückliegenden Nacht haben die ukrainischen Streitkräfte die russische Hafenstadt Noworossijsk am Schwarzen Meer angegriffen. Der Krisenstab der Region Krasnodar berichtet auf Telegram über Opfer und Schäden.
Demnach hätten herabfallende Drohnenteile auf dem Gelände eines Erdöldepots einen Brand ausgelöst. Davon seien einige technische und Verwaltungsgebäude betroffen gewesen. Wrackteile seien zudem auf das Gelände eines Erdölterminals im Hafen gestürzt, heißt es.
Wie der Krisenstab weiter mitteilt, seien in der Stadt zwei Männer verletzt worden. Sie seien ins Krankenhaus eingeliefert worden.
Bürgermeister Andrei Krawtschenko bestätigt diese Informationen und fügt hinzu, dass in zwei Mehrfamilienhäusern in Noworossijsk die Fensterscheiben zu Bruch gegangen seien. Er rief die Einwohner zur Vorsicht auf, da nach der nächtlichen Attacke noch Drohnenteile in der Stadt liegen könnten. Beim Fund solle umgehend der Rettungsdienst alarmiert werden.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

