Nahost

Von Saudi-Arabien angeführte Koalition bombardiert jemenitischen Hafen

Unter Führung Saudi-Arabiens wurde der von den Huthi kontrollierte Hafen Hodeidah im Jemen bombardiert. Dies war eine Reaktion auf Angriffe der Miliz auf saudische Tanker. Die Huthi kündigten Vergeltung an und sollen eine Aramco-Anlage in Jazan angegriffen haben.
Von Saudi-Arabien angeführte Koalition bombardiert jemenitischen HafenQuelle: Legion-media.ru © Hani Draye

Eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition hat am Samstag Ziele im von den Huthi kontrollierten jemenitischen Hafen Hodeidah angegriffen, nachdem saudische Schiffe im Roten Meer angegriffen worden waren.

Die Huthi, eine von Iran unterstützte schiitische Gruppe, die weite Teile des vom Bürgerkrieg zerrütteten Jemen kontrolliert, kündigten letzte Woche als Reaktion auf die ihrer Meinung nach ungerechte "Belagerung" des Landes eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien an.

Der Sprecher der Koalition, Generalmajor Turki Al-Maliki, erklärte in einer Stellungnahme, die Angriffe hätten militärische Einrichtungen zum Ziel gehabt, die dazu dienten, "Handelsschiffe zu bedrohen".

Laut dem Fernsehsender Al Masirah TV wurden Telekommunikationseinrichtungen getroffen. Der Sender fügte hinzu, dass bei einem Angriff auf die Insel Kamaran vor der jemenitischen Küste am Roten Meer eine Frau verletzt worden sei.

Der politische Flügel der Gruppe verurteilte die Angriffe und schwor laut Anadolu, "Eskalation mit Eskalation" zu beantworten.

Kurz nach dem Angriff auf Hodeidah sei Berichten zufolge die saudische Industriestadt Dschisan bei einem von den Huthi verübten Vergeltungsschlag getroffen worde. In einer Anlage der staatlichen saudischen Ölgesellschaft Aramco sei ein Großbrand ausgebrochen.

Die Huthi gaben an, diese Woche zwei Tanker in saudischem Besitz angegriffen zu haben. Riad bestätigte, dass die "Encelia" in Brand geraten sei, und teilte später mit, dass ein weiteres saudisches Schiff, die "NCC MASA", bei einem separaten Angriff am Freitag leichte Schäden am Rumpf davongetragen habe.

Im Jahr 2014 hatten die Huthi die jemenitische Hauptstadt Sanaa eingenommen. Ein Jahr später leitete Saudi-Arabien eine Intervention zugunsten der international anerkannten Regierung ein. Die Bombardements konnten die Huthi zwar nicht in die Knie zwingen, verschärften jedoch die ohnehin schon dramatische humanitäre Krise im Jemen.

Nach dem Ausbruch des Krieges im Gazastreifen im Jahr 2023 begannen die Huthi, Raketen und Drohnen auf Israel abzufeuern und Schiffe anzugreifen – nach eigenen Angaben als Akt der Solidarität mit den Palästinensern. Die USA bombardierten den Jemen 2025 gemeinsam mit Großbritannien und Israel. Die Angriffe endeten, nachdem die Huthi im Mai 2025 eine Vereinbarung mit den USA getroffen hatten.

Nun schwor US-Präsident Donald Trump am Donnerstag, den Huthi eine "schwere militärische Strafe" zuzufügen, und bezeichnete die Gruppe als "Stellvertreter Irans". 

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