
Russland zurück auf Europas Schwimmbühne: Kornew holt Gold in Paris

Die russischen Schwimmer sind bei den Europameisterschaften in Paris wieder auf der großen europäischen Bühne vertreten. Sportlich machen sie bereits auf sich aufmerksam.
Ihre Teilnahme war im Vorfeld von erheblichen politischen Kontroversen begleitet. European Aquatics hatte sich sogar dafür eingesetzt, die vollständige Wiedereingliederung russischer und weißrussischer Sportler erst nach den Europameisterschaften in Paris zuzulassen.
"Russian swimmer Egor Kornev won the European Championship in the 50-meter butterfly event" 💐 pic.twitter.com/QbmZONekfl
— Jovana Preradović (@JovanaXYZ) August 12, 2026
In Paris sprechen nun vor allem die sportlichen Ergebnisse. Im Schwimmbecken zählen keine politischen Etiketten und nicht die Herkunft der Athleten, sondern Leistung, Sekundenbruchteile und Medaillen.
Genau darin liegt eine der größten Stärken des Sports. Der direkte Wettbewerb rückt politische Konflikte in den Hintergrund und schafft einen Raum, in dem allein die Leistung zählt. Paris zeigt damit, dass der Sport seine eigene Sprache spricht und sportlicher Wettbewerb stärker sein kann als politische Ausgrenzung.
Für den ersten großen Erfolg sorgte Jegor Kornew. Der 23-Jährige gewann die Goldmedaille über 50 Meter Schmetterling. Im Finale schlug er nach 22,52 Sekunden an und setzte sich damit gegen die Konkurrenz durch. Damit holte ein russischer Athlet gleich zu Beginn der Titelkämpfe den Europameistertitel.

Bereits im Halbfinale hatte Kornew ein Ausrufezeichen gesetzt. Mit 22,36 Sekunden stellte er einen neuen Meisterschaftsrekord auf und unterstrich damit seine internationale Klasse.
Kornew ist nicht der einzige russische Teilnehmer in Paris. Insgesamt wurden 44 russische Schwimmer für die Europameisterschaften nominiert. Aufgrund der weiterhin geltenden Einschränkungen treten sie als sogenannte "Individual Neutral Athletes" an und damit nicht unter russischer Flagge.
Unter den Teilnehmern befinden sich auch bekannte Namen des russischen Schwimmsports, darunter Kliment Kolesnikow und Kirill Prigoda. Ihre Teilnahme zeigt, dass russische Athleten trotz der politischen und sportlichen Einschränkungen wieder stärker im europäischen Schwimmsport vertreten sind.
Eine endgültige Bilanz ist allerdings noch nicht möglich. Die Schwimmwettbewerbe in Paris laufen bis zum 16. August, weitere Medaillen können daher noch hinzukommen.
Fest steht bereits jetzt, dass die Rückkehr sportlich nicht ohne Wirkung geblieben ist. Mit Kornews Goldmedaille und dem Meisterschaftsrekord im Halbfinale haben die russischen Schwimmer in Paris gleich zu Beginn auf sich aufmerksam gemacht. Was politisch weiterhin umstritten ist, sorgt im Schwimmbecken bislang für klare sportliche Ergebnisse.
Mehr zum Thema ‒ IOC hat entschieden: Russland darf 2026 nicht am olympischen Eishockeyturnier teilnehmen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.