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Kobra-Alarm: Südfranzösische Stadt weiterhin in Angst und Sorge

Seit Tagen versetzt die Sichtung einer Kobra eine französische Kleinstadt in Aufruhr. Obwohl die Suche auf Hochtouren läuft, konnten die Behörden bisher keine Entwarnung geben. Das gefährliche Reptil befindet sich noch immer in Freiheit.
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Zu einem an die Corona-Zeit erinnernden Lockdown führte die Sichtung einer Kobra im südfranzösischen Castelginest. Seitdem am vergangenen Dienstagabend die Existenz der Giftschlange bekannt wurde, ist in der Kleinstadt im Ballungsgebiet der Großstadt Toulouse nichts mehr, wie es war. Das Bürgermeisteramt gab eine Warnung heraus: Höchste Wachsamkeit sei geboten!

Besonders gelte es, Bereiche mit hohem Gras zu meiden, erklärte Bürgermeister Grégoire Carneiro. Sportflächen, Friedhöfe, öffentliche Parks und die Schulen des Ortes blieben vorerst geschlossen. Falls die Bürger die Kobra sichten, sollten sie sich der Giftschlange keinesfalls nähern, sondern auf Abstand bleiben, das Tier fotografieren und die Feuerwehr rufen. Die Gemeinde arbeite eng mit der Präfektur sowie Feuerwehr und Gendarmerie zusammen.

Seither läuft eine intensive Fahndung nach dem Reptil. Die Gärten werden durchkämmt, die Mülleimer angehoben. Auch Reptilienexperten sind mittlerweile vor Ort. Sogar Drohnen setzt die Feuerwehr ein ‒ bisher ohne Erfolg. Das Tier bleibt wie vom Erdboden verschluckt. Derweil lassen viele Einwohner von Castelginest ihre Kinder und Haustiere nicht mehr vor die Tür. Manche schauen sogar vor dem Schlafengehen unters Bett. Die unauffindbare Kobra von Castelginest entwickelt sich derweil zum Internet-Meme.

Inzwischen hat die regionale Tageszeitung La Dépêche du Midi den Fotografen der Kobra ausfindig machen können. Mohammed, ein junger syrischer Bewohner von Castelginest, schilderte, wie er am Montagmittag auf die Schlange stieß. Er habe sich lediglich in ein Feld vor seinem Haus gesetzt, um eine Zigarette zu rauchen. Plötzlich habe er ein Geräusch im Gras vernommen und die Schlange gesehen.

Er sei wie gelähmt gewesen. Da habe sich das Reptil in Angriffshaltung aufgerichtet. Mohammed habe versucht, das Tier mit einem Stock zu verscheuchen, die Schlange habe jedoch ihren Kopf dagegen gestoßen. Er habe Todesängste ausgestanden. Schließlich habe jedoch die Schlange aufgegeben. Bevor sie im Gras verschwunden sei, habe er noch schnell ein Foto machen können. Daraufhin habe er mithilfe des Fotos seine Nachbarschaft gewarnt. Auf den Hinweis einer Nachbarin hin wurde schließlich das Bürgermeisteramt aktiv.

Die kommunale Behörde ließ die Schlange identifizieren. Demnach handelt es sich um eine eigentlich auf dem indischen Subkontinent heimische, hochgiftige Brillenkobra. Woher das Tier stammt, ob es ausgesetzt wurde oder selbst aus einem Terrarium entkommen ist, bleibt unklar. Mit dem Tier ist jedenfalls nicht zu spaßen. Der Biss der Kobra kann tödlich sein.

Der von der Präfektur in Toulouse beauftragte Reptilienexperte Dorian Blayac erklärte, dass deshalb das nächstgelegene Krankenhaus informiert worden sei: "Dort ist man darauf vorbereitet, jemanden aufzunehmen, der möglicherweise von dieser Art gebissen wurde." Der Giftschlangenexperte Philippe Gillet ist der Ansicht, dass im Falle eines Bisses womöglich eine Amputation der betroffenen Gliedmaße nötig werden könne.

Prinzipiell sei es sogar möglich, dass Kobras auf längere Sicht in Südfrankreich heimisch werden könnten. Schließlich habe man ein ähnliches Klima wie in Marokko, wo die ägyptische Kobra in freier Wildbahn vorkommt.

Mittlerweile wollen zwei weitere Personen das Reptil im Laufe der vergangenen Woche gesehen haben. Eines ist aber auch klar: Ewig kann es mit dem Lockdown so nicht weitergehen. David Foltz, der Unterpräfekt des Departement Haute-Garonne, kündigte an, dass die getroffenen Maßnahmen bald aufgehoben werden könnten.

Das Fazit von Foltz: Die Schlange habe entweder nie existiert oder sie bleibe unentdeckt. Das Reptil verstecke sich offenbar, eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe nicht. Auch Schlangenexperte Blayac hält es für möglich, dass das Tier bereits einem Fuchs oder einem Bussard zum Opfer gefallen sei.

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