
Nach Mord an zwei Russen: Thailand verstärkt Sicherheit in Ferienorten

Thailands Minister für Tourismus und Sport, Surasak Phancharoenworakul, hat angeordnet, Sicherheitsmaßnahmen in Erholungsorten landesweit zu verstärken. Darüber berichtet die Zeitung Thai Post. Die Anordnung des Beamten sehe außerdem eine Aufstockung des Personals zur intensiveren Überwachung von Risikogebieten vor.
Die Vorkehrungen zielten demnach darauf ab, das Vertrauen der Feriengäste in Thailand wiederherzustellen, nachdem zwei russische Staatsbürger in der Touristenhochburg Pattaya ermordet worden waren.
Am 26. Juli verließen der 17-jährige Roman Nasimow und seine 22-jährige Schwester Diana ihr Zuhause in Pattaya auf einem Motorrad und verschwanden spurlos. Ihre Leichen wurden fünf Tage später in einem Waldgebiet aufgefunden. Polizeiangaben zufolge waren die Geschwister von zwei ortsansässigen Wiederholungstätern getötet worden, die ihr Motorrad stehlen wollten.

Laut Medienberichten wurden die Täter in der an Kambodscha grenzenden thailändischen Provinz Sa Kaeo festgenommen. Ihnen werde auch vorgeworfen, eine bereits Ende Juni als vermisst gemeldete dreiköpfige Familie getötet zu haben.
Wie es heißt, gehören zu den angekündigten Sicherheitsmaßnahmen unter anderem der behördenübergreifende Austausch von Informationen, die Modernisierung der Tourismusbehörden, aber auch die Verbesserung der Fähigkeit, rund um die Uhr auf Notfälle zu reagieren und zeitnah Hilfe zu leisten.
"Dies wird es ermöglichen, derartige Vorfälle zu verhindern und das Vertrauen von Touristen aller Nationalitäten zu stärken, dass Thailand die Sicherheit seiner Feriengäste an erste Stelle setzt", meinte Thailands Tourismusminister.
Phancharoenworakul sprach der Familie der Gewaltopfer sein Beileid aus und bestätigte, dass die thailändische Regierung den Vorfall sehr ernst nehme und alles Mögliche tun werde, damit die Ermittlungen gründlich durchgeführt werden.
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