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"Neue Bedrohung": Die USA ziehen alle Bomber aus britischer Basis Fairport ab

Das US-Verteidigungsministerium zog alle B-1-Bomber vom britischen Stützpunkt Fairford ab. Eine Woche nach der Festnahme der ersten Verdächtigen sind die dort stationierten Bomber wieder auf US-Stützpunkte zurückgekehrt.
"Neue Bedrohung": Die USA ziehen alle Bomber aus britischer Basis Fairport abQuelle: Legion-media.ru

Eine Woche nach einem verdächtigen Vorfall (RT DE berichtete) an einem britischen Militärstützpunkt hat Washington seine dort befindlichen Kampfjets abgezogen. Das US-Verteidigungsministerium bestätigte am Sonntag entsprechende Medienberichte. Demnach sind alle US-Bomber vom Typ B-1, die auf dem Stützpunkt der Royal Air Force in Fairford stationiert und bei Angriffen auf Iran zum Einsatz gekommen waren, auf US-Stützpunkte zurückgekehrt.

Ein Pentagonsprecher bestätigte die Rückverlegung am Sonntag auch gegenüber Reuters. Demnach waren zwölf B-1-Bomber in Fairford stationiert, die für Angriffe auf Iran eingesetzt wurden. Aus Gründen der Einsatzsicherheit habe das US‑Militär ihre Bewegungen erst nachträglich öffentlich bestätigen können. Das Pentagon betonte zugleich, die Bomberkräfte könnten weiterhin weltweit Einsätze fliegen, auch direkt von den Vereinigten Staaten aus.

Laut CNN bezeichnete ein mit der Angelegenheit vertrauter US-Vertreter die neue Bedrohung als einen "tatsächlichen sicherheitsrelevanten Vorfall". Einzelheiten nannte er nicht. Ungewöhnlich sei, dass die Flugzeuge in die USA zurückkehrten, statt auf einen anderen Stützpunkt in der Region auszuweichen. Das britische Verteidigungsministerium lehnte eine Stellungnahme ab.

Welche neuen Informationen die Entscheidung auslösten und wie sie mit den bisherigen Ermittlungen zusammenhängen, ist öffentlich nicht bekannt. Auch lässt sich aus dem Abzug allein keine Entscheidung über den weiteren Verlauf der amerikanischen Angriffe auf Iran ableiten.

Die Basis rund 160 Kilometer westlich von London dient den USA seit Jahrzehnten als Ausgangspunkt für Bombereinsätze im Nahen Osten. Nach Angaben der amerikanischen Nachrichtenagentur Associated Press haben Flugzeugbeobachter dort seit Beginn des Irankriegs B-1- und B-52-Bomber registriert. Iran hatte zuvor erklärt, Stützpunkte, von denen Angriffe auf sein Territorium ausgingen, als legitime Ziele zu betrachten.

Alle Verdächtigen freigelassen

Die britische Polizei hatte am frühen Morgen des 27. September fünf Männer nahe Fairford festgenommen. Auslöser waren Hinweise der Bevölkerung auf drei verdächtige Fahrzeuge. Nach Angaben der britischen Antiterrorpolizei fanden Fachleute bei deren Untersuchung keine improvisierten Sprengsätze, jedoch Benzin. Rund 85 Haushalte waren vorsorglich evakuiert worden.

Die fünf britischen Staatsbürger aus London wurden am folgenden Tag unter strengen Auflagen freigelassen. Sie blieben Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei erklärte, dass sie mehrere Möglichkeiten prüfe, darunter ein Handeln im Auftrag eines ausländischen Staates. Die Beteiligten könnten dabei wissentlich oder unwissentlich für diesen tätig gewesen sein.

Am 1. Oktober wurde zudem ein 25-jähriger britisch-iranischer Doppelstaatsbürger in London wegen des Verdachts auf Vorbereitung terroristischer Handlungen festgenommen. Wie die Antiterrorpolizei in ihrer Mitteilung vom 3. Oktober erklärte, kam auch er inzwischen gegen Auflagen frei. Die Durchsuchungen zweier Immobilien in Westminster waren abgeschlossen. Die Ermittlungen dauern an.

Premierminister Andy Burnham sprach laut CNN von starken Hinweisen auf eine Beteiligung Irans. US-Außenminister Marco Rubio verwies ebenfalls auf einen ausländischen Akteur. Öffentlich vorgelegte Belege für eine Steuerung durch Teheran fehlen bislang. Die Polizeimitteilungen legen sich nicht auf einen verantwortlichen Staat fest.

Iran wies die Vorwürfe als unbegründet zurück und bestellte den britischen Botschafter ein. Dem CNN-Bericht zufolge forderte der stellvertretende iranische Außenminister Madschid Tacht-Rawantschi London auf, seinen Umgang mit Teheran zu überdenken.

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