
Lawrow zu NATO-Kriegsplan: Moskau in höchster Alarmbereitschaft

Moskau habe die Berichte über die Ausarbeitung eines NATO-Kriegsplans gegen Russland zur Kenntnis genommen. So kommentierte der russische Außenminister Sergei Lawrow Medienberichte über die Ausarbeitung einer Strategie für einen Konflikt mit Russland. Der Chefdiplomat beantwortete eine entsprechende Frage der Nachrichtenagentur RIA Nowosti mit den Worten:
"Wir hören davon, bleiben aber, wie man bei uns sagt, wachsam und konzentrieren uns vor allem darauf, die Aufgaben zu lösen, die der Präsident im Rahmen der militärischen Sonderoperation gestellt hat – nämlich jegliche Bedrohung der Russischen Föderation durch unsere westlichen Nachbarn zu verhindern."

Lawrow erinnerte daran, dass Wladimir Putin unmissverständlich klargestellt habe, wie die Reaktion auf einen NATO-Angriff auf das Gebiet Kaliningrad oder eine andere russische Region aussehen werde. Die Führung des Nordatlantikbündnisses habe Moskau zuvor versichert, dass sie keinen Angriff vorbereite, fügte der Minister hinzu.
Am Vortag hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass der Oberbefehlshaber der vereinigten Streitkräfte der NATO in Europa, der US-General Alexus Grynkewich, eine Strategie namens "Theorie des Sieges" für den Fall eines möglichen Konflikts mit Russland ausarbeite.
Nach Angaben der Agentur soll das Dokument am 12. Oktober in Polen vorgestellt werden und erläutern, wie das Bündnis im Falle eines Ausbruchs von Kampfhandlungen vorgehen will.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte hatte zuvor erklärt, dass das Bündnis keine Anzeichen für Angriffsvorbereitungen seitens Russlands sehe, jedoch der Ansicht sei, dass die europäischen Länder auf gewisse anhaltende "hybride Bedrohungen" vorbereitet sein sollten.
Putin hat wiederholt betont, dass Moskau nicht beabsichtige, einen Konflikt mit dem Bündnis zu beginnen, westliche Politiker jedoch die Bevölkerung regelmäßig mit einer angeblichen russischen Bedrohung einschüchtern würden, um von innenpolitischen Problemen abzulenken.
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