
Putin empfängt Trump-Vertrauten Witkoff
Russlands Staatsoberhaupt Wladimir Putin hat am Mittwoch den Sondergesandten von US-Präsident Trump, Steve Witkoff, im Konstantinowski-Palast in Sankt Petersburg empfangen. Der öffentliche Teil des Empfangs wurde live übertragen, daran schloss sich eine nichtöffentliche Unterredung an. Mit dabei waren Präsidentenberater Juri Uschakow und der Vorsitzende des Russischen Fonds für Direktinvestitionen, Kirill Dmitrijew.
Putin dankte Trump für sein Interesse an einer Beilegung des Konflikts in der Ukraine. Trump, so der russische Präsident, habe in ihrem letzten Gespräch betont, dass der Konflikt in der Ukraine beendet werden müsse, um weitere menschliche Verluste zu verhindern. Die russische Seite sei an einer Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit den USA interessiert, betonte Putin. Nach der Entscheidung zum Diesel sind die Preise auf den Weltmärkten um 5–6 Prozent gefallen, Russland könnte zudem große Mengen an Düngemitteln auf den amerikanischen Markt liefern.

Wladimir Putin merkte an, dass ihn die Einschätzungen zur Lage rund um Iran interessierten und dass Russland bereit sei, bei der Lösung des Konflikts zu helfen. Er werde auch ein Treffen mit Donald Trump in China in Erwägung ziehen.
Witkoff seinerseits erklärte, er hoffe, dass Putin die Möglichkeit einer Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen der Russischen Föderation, den USA und der Ukraine in Betracht ziehen werde, bei denen technische Fragen erörtert werden könnten. Russland und die USA hätten Perspektiven für den Ausbau ihrer wirtschaftlichen Beziehungen nach Beendigung des Konflikts in der Ukraine. Der Gesandte teilte mit, dass er Dokumente mitgebracht habe, in denen Ansätze zur Lösung des Ukraine-Konflikts dargelegt sind.
Weiterhin dankte Witkoff Putin im Namen von Trump für die Entscheidung bezüglich des "Diesel-Deals". Über die Verhandlungen in Oslo sagte er, diese seien "produktiv" gewesen: Es gebe Fortschritte und eine Grundlage, um ein Ende des Ukraine-Konflikts zu erreichen.
Außerdem dankte Witkoff Moskau für die Freilassung des Amerikaners Stephen Hubbard. Der russische Präsident präzisierte, dass dieser sich derzeit am Flughafen Pulkowo aufhalte.
Dies ist bereits Witkoffs neunter Besuch in Russland. Wie die New York Times berichtete, hatten die amerikanischen Unterhändler den Besuch in dem Land aufgeschoben, bis der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij seine Beziehungen zu Donald Trump verbessert habe. Der Chef des Weißen Hauses hatte zuvor seine Unzufriedenheit über die mangelnde Bereitschaft Kiews zu einer friedlichen Lösung und die Weigerung, die Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen, zum Ausdruck gebracht. Er erklärte, die Ukraine brauche einen neuen Führer, der in der Lage sei, sich mit Moskau zu einigen.
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