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Khartum: Ukrainische Militärs kämpfen gegen reguläre Armee Sudans

Seit Mitte April 2023 befinden sich die nationalen Streitkräfte des Sudan im Krieg mit den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF). Nun erklärt das Außenministerium des Landes, klare Belege dafür zu haben, dass ukrainische Armeeangehörige aufseiten der Miliz kämpften.
Khartum: Ukrainische Militärs kämpfen gegen reguläre Armee Sudans© Urheberrechtlich geschützt

Am 15. April 2023 waren in Sudan heftige Kämpfe zwischen den Armee-Einheiten des sudanesischen Militärs (Sudanese Armed Forces, SAF) und der paramilitärischen Miliz Rapid Support Forces (RSF) ausgebrochen. Mehrere bereits ausgehandelte Waffenruhen wurden mehrfach von beiden Konfliktparteien gebrochen.

In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti behauptet Mohieddin Salem, der Minister für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit des Sudan, dass ukrainische Militärs aufseiten der Miliz gegen die reguläre Armee kämpfen würden.

In diesem Zusammenhang führte der Topdiplomat aus:

"Einige Scharfschützen und Ausbilder, die ukrainische Staatsbürger sind, wurden festgenommen, andere getötet. Zudem haben wir eine gewisse Menge an Waffen sichergestellt."

Sudans Außenminister fügte hinzu, dass die Beteiligung der ukrainischen Armeeangehörigen an dem Konflikt von vielen internationalen Forschungseinrichtungen bestätigt worden sei. Dazu gehöre auch die private Forschungsuniversität Yale University mit Sitz in New Haven im US-Bundesstaat Connecticut.

"Die Beweise für die Beteiligung von Ukrainern, Kolumbianern und anderen ausländischen Staatsbürgern an diesem Krieg sind absolut unwiderlegbar", betonte Salem in dem Interview.

Die andauernden Kampfhandlungen im Sudan führten zu zahlreichen Opfern unter der Zivilbevölkerung, zur Zerstörung der Infrastruktur und zu Massenvertreibungen.

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR befinden sich derzeit fast zwölf Millionen Menschen auf der Flucht (Stand: 26 Januar 2026) – darunter 7,3 Millionen Binnenflüchtlinge. Fast 4,5 Millionen Menschen sind seit Anfang des Krieges ins Ausland geflohen – die meisten von ihnen nach Ägypten, in den Tschad und den Südsudan.

Einem UN-Bericht vom September 2025 zufolge wurden im ersten Halbjahr 2025 mindestens 3.384 Zivilisten im Zuge des Bürgerkriegs getötet. Im Jahr 2024 wurden 4.238 Todesopfer gemeldet. Am stärksten von Gewalt betroffen war die Region Darfur, gefolgt von der Kordofan-Region und dem Bundesstaat Khartum.

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